Romantik - eine europäische Revolution?

Kein anderer Begriff der Kulturgeschichte wird so oft mit dem Prädikat „deutsch“ versehen wie die Romantik. Dennoch blickten die Romantiker über ihre Landesgrenzen hinaus, um sich selbst zu finden. Sie bezogen sich auf andere Kulturen und verstanden die Übersetzung als Mission. Vielleicht zum ersten Mal in der Geschichte verbreitete sich eine poetische Idee allmählich in ganz Europa. In England und in Frankreich, in Italien und Osteuropa wehte die Fahne der romantischen Revolution.

Termindetails

Wann

15.02.2016
von 19:00 bis 21:00

Wo

Goethe-Haus, Arkadensaal

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Kontakttelefon

069 / 13880-259

Teilnehmer

Prof. Jeremy Adler (King’s College, London), Prof. Nicholas Boyle (Cambridge University), Prof. Dr. Wolfgang Bunzel (Freies Deutsches Hochstift), Prof. Dr. Edoardo Costadura (Universität Jena), Prof. Luigi Reitani (Direktor des Istituto Italiano di Cultura, Berlin), Moderation: Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken

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Kein anderer Begriff der Kulturgeschichte wird so oft mit dem Prädikat „deutsch“ versehen wie die Romantik, als ob die Schemenhaftigkeit, mit der dieses Wort seit jeher konnotiert ist, dadurch plötzlich verschwände und feste, historische Konturen annähme.

Novalis und Brentano, die Brüder Schlegel und Eichendorff, ‚Des Knaben Wunderhorn‘ und Grimms Märchen – war all dies nicht „deutsch“, d. h. mit identitätstiftenden nationalen Werten verbunden? Dennoch blickten die Romantiker über ihre Landesgrenzen hinaus, um sich selbst zu finden. Sie bezogen sich auf andere Kulturen und verstanden die Übersetzung als Mission.

Vielleicht zum ersten Mal in der Geschichte verbreitete sich eine poetische Idee allmählich in ganz Europa. In England und in Frankreich, in Italien und Osteuropa wehte die Fahne der romantischen Revolution. Welche Texte bildeten den gemeinsamen Angelpunkt? Kam es tatsächlich – vielleicht durch „produktive Missverständnisse“ – zu einem gemeinsamen Kulturgut? Namhafte Experten aus Deutschland, England und Italien versuchen, diese spannenden Fragen zu beantworten.

Eintritt 4,00 € (Mitglieder) / 8,00 € (Gäste)