Die Natur der Arabeske

Der Vortrag führt einige Beispiele vor, wie Künstler versuchten, bildnerische Verfahren und grafische Medien zu entwickeln, die diesem Bildungstrieb gerecht werden sollten. Dazu zählen Erfolgsgeschichten wie die Fotografie, aber auch ausgestorbene Verfahren wie die „elektrische Malerei“ oder die „chemische Blumentreiberei.“ Die Idee der Arabeske erweist sich so als ein Konzept, das zahlreiche Experimente inspirierte, die später auch von den modernen Avantgarden wieder fruchtbar gemacht wurden.

Termindetails

Wann

18.02.2014
von 19:00 bis 21:00

Wo

Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main

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069 / 13380-259

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Um das Jahr 1800 galt die Arabeske als Ausdruck eines naturgegebenen Triebes, der sich unmittelbar aus dem Organ der Fantasie speist. Die Spuren, die dieser Trieb hinterlässt, fänden sich nicht nur im Schmuckbedürfnis sämtlicher menschlichen Kulturen, sondern ließen sich auch in allerhand natürlichen Formen wiederfinden. Dazu gehören bestimmte anatomische Bewegungsmuster, pflanzliche oder kristalline Wachstumsprozesse oder auch chemische Reaktionen.

Der Vortrag führt einige Beispiele vor, wie Künstler versuchten, bildnerische Verfahren und grafische Medien zu entwickeln, die diesem Bildungstrieb gerecht
werden sollten. Dazu zählen Erfolgsgeschichten wie die Fotografie, aber auch ausgestorbene Verfahren wie die „elektrische Malerei“ oder die „chemische Blumentreiberei.“ Die Idee der Arabeske erweist sich so als ein Konzept, das zahlreiche Experimente inspirierte, die später auch von den modernen Avantgarden wieder fruchtbar gemacht wurden.

Friedrich Weltzien ist seit 2013 Professor für Kreativität und Wahrnehmungspsychologie an der Hochschule Hannover. Zuvor war er an der Universität Potsdam und an der Freien Universität Berlin tätig. Zu seinen Schwerpunkten gehören experimentelle grafische Verfahren im 18. und 19. Jahrhundert. Zuletzt erschien von ihm der Band ‚Fleck. Das Bild der Selbsttätigkeit’, Göttingen 2011.

 

In Kooperation mit dem Haus am Dom
Eintritt: frei für Mitglieder / 4,00 € für Gäste

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